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Deutsche Unternehmen fürchten Datendiebstahl

Deutsche Unternehmen fürchten Datendiebstahl Deutsche Unternehmen fürchten Datendiebstahl

Der Trend Micro Cyber Risk Index (CRI) zeigt, dass rund 80 Prozent der deutschen Unternehmen im Laufe des nächsten Jahres einen Diebstahl ihrer Daten fürchten. Was das für Unternehmen künftig heißt und wie man sich laut dem Business Consultant bei Trend Micro, Richard Werner, schützen kann, zeigen wir in diesem Blogbeitrag. 

Neuesten Untersuchungen zufolge sind Unternehmen einem erhöhten Risiko von Angriffen ausgesetzt. Diese Untersuchungen wurden dabei von Trend Micro durchgeführt, dem  weltweiten Anbieter von Cybersicherheitslösungen. Dabei wird jedes halbe Jahr der Index  Trend Micro Cyber Risk Index erhoben, der die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Sicherheitsniveau von Unternehmen und der Wahrscheinlichkeit eines Angriffs misst und auswertet. 

Das Risiko von Cyberangriffen ist bereits im vergangenen letztem Jahr gestiegen – das kommende Jahr sieht nicht besser aus: Mehr als 80 Prozent der deutschen Unternehmen sehen ihre Daten in den nächsten 12 Monaten als nicht ausreichend geschützt und gehen bereits davon aus, Opfer eines Datendiebstahls zu werden. Untersuchungen bestätigen, dass befragte Unternehmen Angriffe als “etwas” bis “sehr” wahrscheinlich ansehen. 

Erhöhtes Risiko von Cyberangriffen im Gegensatz zum letzten Jahr 

Ein paar Zahlen zur visuellen Anschauung: Der Cyber Risk Index basiert auf einer Skala von -10 bis +10, wobei -10 den höchsten Risikograd darstellt. Der aktuelle globale Index liegt bei -0,42. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen, welches ein “erhöhtes” Risiko darstellt. Dies gilt es folglich nicht zu unterschätzen: Für die Unternehmen können vor allem erhebliche finanzielle Einbußen und Rufschädigungen drohen. Jedoch sind nicht nur Kundendaten von jeglichen Cyberangriffen bedroht, auch weitere Datenbestände und “geistiges Eigentum” (wie z.B Urheberrechte, Geschäftsgeheimnisse etc.) scheinen nicht mehr sicher zu sein. 

Ergebnisse für Deutschland und Europa

Der globale Index liegt bei -0,42. Der CRI für Europa liegt dahingehend bei -0,22. Im Vergleich zur letzten Erhebung vor einem halben Jahr, der bei einem CRI von -0,13 lag, ist der CRI leicht angestiegen. In Relation auf europäischer Ebene befindet sich Deutschland sogar im  Bereich eines niedrigeren Bedrohungsniveaus: Der deutsche Wert liegt momentan laut aktuellster Erhebung bei einem Wert von 0,38 (1,02 war der Wert bei der letzten Erhebung vor einem halben Jahr). 

Wie man sich laut Business Consultant bei Trend Micro, Richard Werner, schützen kann: 

„Um das Cyber-Risiko zu senken, müssen sich Unternehmen besser vorbereiten, indem sie sich zunächst auf die Grundlagen konzentrieren: Die am meisten gefährdeten kritischen Daten identifizieren, sich auf die für ihr Unternehmen wichtigsten Bedrohungen konzentrieren und einen mehrschichtigen Schutz durch umfassend vernetzte Plattformen bereitstellen“, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „Wichtig ist zu verstehen, dass es sich bei der Verschärfung des Bedrohungsniveaus nicht um eine vorübergehende Welle handelt. Aufgrund äußerer Faktoren verändert sich die IT-Sicherheitslandschaft aktuell stark. Entscheidend ist jedoch der Spielraum, den Unternehmen für ihre Verteidigung gewähren. IT-Security muss als geschäftskritisch wahrgenommen werden”, so Richard Werner. 

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie von Trend Micro zusammengefasst:

  • 83 Prozent der deutschen Befragten gaben an, in den nächsten 12 Monaten „etwas“ bis „sehr“ wahrscheinlich von ernsthaften Cyberangriffen betroffen zu sein, die sich auf ihre Kundendaten auswirken – verglichen mit 86 Prozent weltweit.
  • 13 Prozent waren innerhalb der letzten zwölf Monate von sieben oder mehr Cyberangriffen betroffen, die in Netzwerke/Systeme eingedrungen sind, gegenüber 24 Prozent weltweit.
  • 12 Prozent hatten im letzten Jahr sieben oder mehr Verletzungen von Informationsbeständen zu verzeichnen, im Vergleich zu 21 Prozent im globalen Vergleich.
  • 28 Prozent der deutschen Befragten gaben an, eine bis sechs Verletzungen von Kundendaten erlitten zu haben. 10 Prozent hatten mehr als sechs Angriffe, die auf ihre Kundendaten zielten, zu verzeichnen.


Fazit
 

Deutsche Unternehmen sind in den kommenden Monaten einem “erhöhten” Risiko von Cyberattacken ausgesetzt. Gefährdet sind nicht nur Kundendaten, auch weitere Datenbestände und “geistiges Eigentum” (wie z.B Urheberrechte, Geschäftsgeheimnisse etc.) sind bedroht. 

Die Tipps zum Schutz vor Cyberattacken noch einmal zusammengefasst:

  • Identifikation der am meisten gefährdeten kritischen Daten und
  • Bereitstellung eines mehrschichtigen Schutz durch umfassend vernetzte Plattformen. 

Es wird empfohlen diese Schritte zu befolgen und Ihre Daten ausreichend zu schützen. Inwiefern sich das “erhöhte” Risiko der Cyberattacken in der Praxis bemerkbar macht, wird sich innerhalb des nächsten Jahres anhand des CRI zeigen.